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Mal was schreiben....

Ich laufe entlang der Strasse. ?ber mir leuchten die k?nstlichen Plastikweihnachtssterne so hell, dass die echten Sterne bei klarer kalter Nacht nicht mehr zu erkennen sind. Ich laufe schnell, denn es ist kalt. Sehr kalt sogar. In meiner rechten Hand ne Zigarette. In einsamen Momenten ist sie ne gute Freundin. Zwar ne todbringende, aber sie spendet immerhin in Form von hirnmarinierendem Nikotin Trost. An mir ziehen die Leute in Form von Fetzen vorbei. Ich nehme sie gar nicht mehr richtig wahr. Tunnelblick. Mein Selbsterhaltungstrieb steuert mich sicher wie ein Roboter durch den Stadtverkehr. Rot warten, Gr?n laufen. Wie beschissen ist das denn heute wieder gelaufen. F?r die Lokalzeitung f?r welche ich schreibe, sollte ich heute Abend die Gemeindeversammlung der Gemeinde in der ich wohne besuchen und ?ber diese Versammlung berichten. Nichts Aufregendes. Budget abhacken, kurze Diskussionen ums Geld, 40 Zeilen abtippen, im Regionalteil einer Lokalzeitung versenken. Auf den selben Abend wurde eine Lesung von Benjamin v. Stuckrad- Barre angek?ndigt. Selber Abend, gleiche Zeit. Da ich schon einige seiner B?cher gelesen habe und diese wirklich mag, schlug ich der Redaktion des Onlinemagazins f?r welches ich ebenfalls schreibe, diese Veranstaltung vor. Da meine Agenda aus Fresszettelchen, angeheftet an die Innenseite meines Schrankes besteht, hatte ich nat?rlich keine Ahnung, dass sich die beiden Termine auf Kollisionskurs befinden. Terminkollision. Wie absurd. Seit Monaten nicht mehr richtig gearbeitet und dann eine Terminkollision. Mal ?ber eine Kirchenjubil?umsfeier geschrieben, die Woche darauf ?ber das satanische Turbonegrokonzert. Schwankend zwischen Himmel und H?lle. So mein Gem?tszustand der letzten paar Monate. Wenige Tage nach meiner Anfrage bekam ich die G?stelistenbest?tigung von Stuckrads Management f?r die Lesung. Nat?rlich sagte ich sofort der Zeitung ab. Wieder einmal gegen die Geldlogik. Das Onlinemagazin zahlt maximal die H?lfte des Honorars der Zeitung. Trotzdem, ?ber Stuckrad- Barre schreiben zu k?nnen fand ich ziemlich cool. Doch dann die Scheissmeldung: Lesung abgesagt. Toll.

Nun wandle ich also durch Luzern. Hab beschlossen mit meinem Kumpel, welcher mich zur Lesung begleitet h?tte, was trinken zu gehen. Er arbeitet ebenfalls f?r ne Zeitung. Aber im Gegensatz zu mir so wirklich. Also feste Arbeitszeit, feste und gute Bezahlung. ? Hey, wir haben was zu feiern, hab meine zweite Titelstory gekriegt, meinte er am Telefon als ich ihn anrief um nach dem Weg zu unserem Treffpunkt, seinem B?ro, zu fragen. Ich freute mich f?r ihn. Wirklich, nicht diese geheuchelte neidische Pseudofreude.
Angekommen im B?ro zeigt er mir die R?umlichkeiten des Verlags. Nat?rlich ist es ein Grossraumb?ro, ist ja auch eine grosse Zeitung. Dann ab in seinen Mini Cooper, ich liebe dieses Auto. Autos gehen mir grunds?tzlich am Arsch vorbei. Pimp my Ride, ?ble Schrotthaufen werden zu Multifunktionsallesk?nnerautos umgebaut. Ne, ich pimpe h?chstens mal die Fertigt?tensauce mit ein paar Kr?utern. Doch der Cooper ist eine andere Kategorie. Er sieht einfach scheisse gut aus und es macht Spass mit ihm durch die Stadt zu flitzen. So, nun also im Auto. Schnell wird klar, dass wir den Abend in einer dunklen Bar verbringen werden. Ich mag diese in warmen Erdt?nen eingerichteten, schummrig beleuchteten Bars. Auch wenn man ziemlich betrunken ist oder auf anderen Drogen, wird man, im Gegensatz zu hell ausgeleuchteten R?umlichkeiten nicht gleich paranoid und hat das Gef?hl alle starren dich an. Nein, man kann seine Betrunkenheit geniessen, in ihr versinken. Die Dunkelheit bietet quasi einen angenehmen Schutz?...


Keine Lust mehr zu schreiben, Fortsetzung folgt?.

14.12.05 18:48
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Silvan (21.12.05 09:36)
Cooler Beitrag, auch wenns scheisse für dich gelaufen is :D

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